Nach zwei Weltkriegen stellt sich die entscheidende Frage: Braucht die Menschheit einen großen Führer – oder muss jeder Einzelne Verantwortung übernehmen?
Nach zwei Weltkriegen ist eine junge Generation desillusioniert und orientierungslos. Während in einer gewöhnlichen Familie ein Kind zur Welt kommen soll, versammeln sich auf einer überirdischen Spielebene die Geister bedeutender Persönlichkeiten wie Herder, Balzac, Goya, Eleonora Duse, Benjamin Franklin und Leonidas. Ein himmlischer Beamter eröffnet ihnen, dass das ungeborene Kind zu außergewöhnlicher politischer Größe bestimmt sei – ohne dass feststeht, ob es der Menschheit Gutes bringen oder sie erneut ins Verderben führen wird. Die Geister müssen entscheiden, ob es geboren werden darf.
Ein junger Dichter führt ihnen deshalb den fiktiven „Politiker des Guten“ vor, einen Idealisten, der die Menschheit zu Freiheit und Verantwortung führen will, aber an ihr scheitert. Daraus zieht er den Schluss, dass die Menschen keine großen Führer brauchen, sondern selbst Verantwortung übernehmen müssen. Noch bevor die Geister entscheiden können, wird das Kind geboren – überraschend ein Mädchen. Schließlich erweist sich die gesamte Handlung als Traum des Dichters, der als Gefangener in einer Kriegszelle erwacht und trotz Gewalt und Todesangst an seiner Hoffnung auf das Gute im Menschen festhält.