In einem kleinen Pariser Hotel

Armand Szántó / Johann von Vaszary

Eine fremde Frau unter dem Bett, ein empörter Vater vor der Tür und die Polizei auf dem Flur – für Paul Darc wird aus einer harmlosen Hotelnacht ein Albtraum.
Paul Darc will gerade sein Pariser Hotel verlassen und den Zug nach Brüssel nehmen, als die junge Germaine in sein Zimmer stürzt und sich vor ihrem wütenden Vater unter seinem Bett versteckt. Der hält Paul prompt für den Verführer seiner Tochter. Als Germaine beim Verstecken auch noch ihr Kleid zerreißt, muss Paul ihr helfen – und wenig später findet die herbeigerufene Polizei die junge Frau nur notdürftig bekleidet in seinem Bett. Für Germaines Vater ist die Sache eindeutig: Paul hat die Ehre seiner Tochter geraubt und soll sie heiraten.

Paul versucht verzweifelt, die immer grotesker werdenden Missverständnisse aufzuklären. Doch Germaine bringt sein Leben zunehmend durcheinander, und schließlich taucht auch noch Pauls ahnungslose Braut Lucy auf. Als sie von einer fremden Frau unter Pauls Bett erfährt, scheint auch diese Beziehung erledigt.

Erst am Ende wird das aberwitzige Spiel aufgedeckt: Germaine ist Schauspielerin, und die ganze Geschichte war ein Experiment. Henry hatte einem Theaterdirektor einen scheinbar unglaubwürdigen Bühnenstoff vorgeschlagen und wollte beweisen, dass er im wirklichen Leben durchaus funktionieren könne. Germaine übernahm die weibliche Hauptrolle, Paul wurde ohne sein Wissen zum „Helden“ des Stücks – und ausgerechnet seine echte Braut sorgte für die einzige ungeplante Komplikation.
3D 7H
Schauspiel
Übersetzung aus dem Ungarischen:
Martin Zickel