Hätte ich es vorher gewusst, hätte ich es genauso gemacht

Mieze Medusa

Tempo, Herz, Humor, Wut und viel Solidarität
„Es ist nicht neurotisch, sich selbst eine gute Nacht zu wünschen.“
Melanie hat vermutlich nicht immer die richtigen Ent­scheidungen getroffen: Sonst wäre sie nicht die zweite Ex eines reichen Mannes mit internationalem Lebens­stil, der bei Ehefrau Nummer drei angekommen ist und die gemeinsame Tochter Adele nach Neuseeland mitgenommen hat. Melanies Alltag in Wien ist eine holprige Angelegenheit: Ohne Unterhaltsanspruch plagen sie Geldnöte und ohne ihr fernes Kind plagt sie die Sehnsucht. Doch sie ist nicht allein: Melanie jobbt in einem feministischen Hotelprojekt, sie hat wirklich gute Freundinnen und irgendwann wird ja auch Adele nach Europa zurückkehren. Warmherzig und mutma­chend zeigt Mieze Medusa, dass Zusammenhalt und Humor mit Geld nicht zu bezahlen sind – und dass das Leben ohne falsche Entscheidungen verdammt lang­weilig wäre …
Ein kritisches Wien-Liebe-Buch über toughe, ein bisschen vom Schicksal gestreifte Frauen. Unterhaltsam, leichtfüßig und doch handfest politisch und feministisch. Ein Buch, das man der besten Freundin und gerne auch deren Mann schenken möchte.
Barbara Beer, KURIER
Mieze Medusa hat wieder einmal ihre rhythmische Sprache, feine Beobachtungsgabe und eine Portion Ironie in einen warmherzigen Roman gepackt – ein Lesevergnügen!
Karin Waldner-Petutschnig, KLEINE ZEITUNG
Wenn sie aufdringliche Männer mit ihren unterirdischen Anmachsprüchen abblitzen lassen oder sich selbst nach potenziellen Glücklich-Machern umsehen, dann hat das beste "Sex in the City"-Qualität. (...) In kurzen Kapiteln, deren Titel so flott sind wie der Erzählton ("Aufwachsen am La La Land", "Ich war jung und brauchte den Held", "Haben oder seins" u.v.m.), entsteht eine Frauenbiografie.
Wolfgang Huber-Lang
Mieze Medusa ist die Pionierin der heimischen Spoken-Word-Literatur und inzwischen auch eine Größe in der geschriebenen Sparte. Im fünften Roman setzt die Wahlwienerin ihrer Stadt ein Denkmal, das von Liebe zeugt, aber nicht reinweiß strahlt, eher "nachtfalterneongelb" wie das U-Bahn-Licht. Er lebt vom guten Rhythmus der Prosa und vom scharfen Blick auf die Verhältnisse. Es geht darum, wie wir das knapper werdende Geld und den enger werdenden Platz künftig verteilen wollen - und um die richtigen falschen Entscheidungen im Leben.
Dominika Meindl, FALTER
Verfilmung
Dramatisierung
Residenz Verlag ↗
Erscheinungsdatum: 22.09.2025