Eine bitterböse Satire über Bürokratie, Willkür und eine Wirklichkeit, die sich den Akten beugen muss.
Am Hof des russischen Zaren Paul I. genügt ein winziger Schreibfehler, um die Wirklichkeit aus den Angeln zu heben. Ein überforderter Regimentsschreiber versteht das diktierte Wort „Komma“ als Namen und setzt einen Leutnant Komma auf die Dienstliste – einen Offizier, den es überhaupt nicht gibt. Als der launenhafte Zar nach einem Schuldigen für eine nächtliche Störung verlangt, erklären seine Beamten kurzerhand den erfundenen Leutnant zum Täter. Von diesem Augenblick an muss Komma „leben“: Er wird degradiert, öffentlich ausgepeitscht und nach Sibirien verbannt.
Gleichzeitig wird der tatsächlich existierende Leutnant Rybow durch einen weiteren Schreibfehler amtlich für tot erklärt. Seine verzweifelten Beteuerungen, er sei durchaus lebendig, scheitern an der unerbittlichen Logik der Bürokratie: Der kaiserliche Befehl sagt, er sei tot – also ist er tot. Rybow verliert damit Namen, Stellung und Existenz und gerät schließlich als „Namenloser“ auf die Seite von Aufständischen.
Die Absurdität steigert sich, als Nina Petrowna sich ausgerechnet in den unbekannten Leutnant Komma verliebt. Der Zar begnadigt den imaginären Offizier und befiehlt sogar seine Hochzeit mit Nina. Schließlich findet Baron Andrejew die perfekte Lösung: Er macht den totgesagten Rybow zum inzwischen zum General und Helden aufgestiegenen Komma. Damit erhält der erfundene Mann endlich eine wirkliche Identität – und Rybow bekommt sein Leben und Nina Petrowna zurück.