Ned, dasi ned gean do warat

Gedichte

Christine Nöstlinger

Ein Muss für alle Freunde der Wiener Dialektdichtung und Nöstlinger-Fans.
„Maunxmoi wauni traurig bin / besiads ma, dasi loch.“
Tiefsinnig, rabenschwarz und voller lakonisch-heiterer Zwischentöne, so lesen sich die neuen Dialektgedichte von Christine Nöstlinger. Sie erzählen von Sorgen und Hoffnungen, von Bösartigkeiten und von dem Umgang mit dem Alter. Die arbeitsscheue „Jasmin vun da Vira-Schdiagn“ liegt ihrem Mann auf der Tasche, der „Westbaunhof-Rudl“ schaut sich jeden Tag die kleinen und großen Dramen des Lebens am Bahnsteig an, der stille Meia entfaltet nur vor seinem Goldfisch seine geheimen Gewaltfantasien – soll man deswegen die Polizei rufen?
Die Lyrik aus dem Nachlass von Christine Nöstlinger schaut nuanciert vor allem dorthin, wo der Rand der Gesellschaft ist. Ein Muss für alle Freunde der Wiener Dialektdichtung und Nöstlinger-Fans.
Ein Jahr nach dem Tod der Kinderbuchgigantin sind nun 22 ihrer letzten Gedichte erschienen, traurige, lustige, sarkastische und bitterböse, fast durchwegs gereimt Dialektstücke, die zum Großteil auch für Nichtwiener verständlich sind, sofern sie zum Hilfsmittel der Rezitation greifen.
Daniela Strigl, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
Ohne sie fühlt sich alles entseelt an: Gut, dass jetzt noch ein posthumer Band mit Mundart-Gedichten von Christine Nöstlinger erscheint. (…) Lesen hasste ich, es verursachte mir Juckreiz, Seelenunruhe und Beinzappeligkeit. Aber Bücher von der Nöstlinger musste man einfach nur aufschlagen und dann ging alles von allein.
Clemens J. Setz, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
Leicht und schwer, immer unbestechlich ehrlich – ein Schlupftrost für Schmerzgeplagte und all jene, denen es schwer fällt, das Leben so zu nehmen, wie es ist.
Ulrike Hug-Stüwe, BELLEVUE NZZ
Die letzten 22 Gedichte: Man sollte sie laut vorlesen, auch sich selbst.
Peter Pisa, KURIER
Dialektgedichte (…), und was für welche! Gegensätzliches elegant miteinander in Verbindung gebracht und durch Nöstlingers famose Dialektwortmühle gedreht.
Wolfgang Paterno, PROFIL
Letzte Worte einer Weltliteratin: Skepsis, soziales Mitleid und das Wissen um die eigene Endlichkeit bestimmen Christine Nöstlingers späte Gedichte.
Heinz Sichrovsky, NEWS
Dramatisierung
Residenz Verlag Büro Wien ↗
Erscheinungsdatum: 09.04.2019