Äskulap-Reigen

Helmut Qualtinger

Qualtinger verlegt Schnitzlers „Reigen“ auf die Krankenstation.
In einem Wiener Krankenhaus begegnen einander Ärzte, Schwestern, Patienten, Pharmavertreter und anderes Personal – und fast jede Begegnung endet in einer sexuellen Annäherung. Ein Jungarzt beginnt mit einer Kellnerin und setzt den Reigen mit einer Krankenschwester fort; diese trifft auf einen wohlhabenden Patienten, dessen Frau wiederum beim Professor landet. Von ihm führt die Kette über eine junge Ärztin und einen Pharmavertreter bis zu einer Raumpflegerin und einem Nachtportier, der schließlich wieder bei der Kellnerin landet.

Qualtinger überträgt dabei das Prinzip von Arthur Schnitzlers „Reigen“ in die Welt eines Wiener Großkrankenhauses und macht aus dem Kreislauf sexueller Begegnungen eine bissige Satire auf Medizinbetrieb, gesellschaftliche Hierarchien und menschliche Eitelkeiten.
5D 5H
Schauspiel
UA: 27.04.1983, Theater im Keller, Graz; Regie: Hermann Schweighofer