1001 Nacht

Gabriel Barylli

Der Zahnarzt Peter hat sich in einem luxuriösen Hotelzimmer ein Escort-Date organisiert: eine geheimnisvolle Frau namens Sophia, gebucht über den exklusiven Service „1001 Nacht“. Was als erotisches Rollenspiel nach dem Vorbild klassischer Filmfantasien beginnt, entwickelt sich schnell zu einem intensiven, geistreich-provokanten Dialog über Ehe, Treue, Begehren und Selbsttäuschung.

Sophia entzieht sich der geplanten körperlichen Begegnung und verwickelt Peter stattdessen in ein psychologisches Spiel voller Ironie, Charme und scharfer Beobachtungen über männliche Sehnsüchte und weibliche Rollenbilder. Schritt für Schritt gerät Peters scheinbar souveräne Doppelmoral ins Wanken.

Die entscheidende Wendung: Sophia entpuppt sich als Susanne, Peters Ehefrau – Psychologin und selbst Teil des Escort-Systems, nicht aus Geldnot, sondern als bewusste Auseinandersetzung mit Intimität, Macht und Wahrheit in der Beziehung. Am Ende stehen sich Mann und Frau neu gegenüber: entlarvt, verletzt, aber erstmals ehrlich.

„1001 Nacht“ ist eine moderne Beziehungskomödie mit bitterem Unterton – ein Kammerspiel über Fantasie und Wirklichkeit, Nähe und Distanz, und die Frage, warum Menschen einander verlieren, obwohl sie sich lieben.