Liebe, Mord und Ermittlungen zwischen Kuhstall und Fernsehkameras – Spannung und Humor perfekt kombiniert
Ein Wiedersehen mit Marie Unterholzer
Wie schon im ersten Band der Reihe ermittelt Revierinspektorin Marie Unterholzer – bodenständig, scharfsinnig und mit trockenem Humor. Nach den dramatischen Ereignissen des Vorgängerromans, in dem sie eine Mordserie im Dorf aufklärte, wollte Marie eigentlich zu einer wohlverdienten Auszeit aufbrechen. Doch daraus wird nichts. Gemeinsam mit der exzentrischen Wienerin Janine und IT-Nerd Tobi gerät sie erneut in ein Geflecht aus Dorfklatsch, Eitelkeiten und Geheimnissen.
Während im ersten Band alte Dorffehden und persönliche Abgründe im Mittelpunkt standen, prallen nun Schein und Sein, Landidylle und Fernsehdrama frontal aufeinander. Hirschler entwickelt seine Figuren konsequent weiter und zeigt, wie sehr sich Marienschlag verändert sobald Kameras mitlaufen.
Mit „Blind Date im Heu“ nimmt der Autor pointiert das Reality-TV-Genre aufs Korn und stellt zugleich die Frage: Was passiert, wenn echte Gefühle auf mediale Dramaturgie treffen? Und was, wenn ein Mord zur besten Quote wird? Zwischen Dorffolklore, Zirbenschnaps und Fernsehstudio entfaltet sich ein temporeicher Krimi mit liebevoll gezeichneten Charakteren, überraschenden Wendungen und feinem österreichischem Schmäh.
Herbert Hirschler begeistert mit einem sicheren Gespür für Dialoge, Situationskomik und Spannung und verbindet ländliches Flair mit gesellschaftlicher Satire. Nach dem erfolgreichen Auftakt seiner Krimi-Reihe bestätigt er erneut eindrucksvoll sein Talent für mörderisch gute Unterhaltung.