Spätzünder

Sebastian Goder

Vor zehn Jahren spannte Gustav seinem Jugendfreund Paul dessen Frau Lisbeth aus – jetzt steht er, selbst verlassen, vor der Tür und bittet um späte Versöhnung. Was wie Reue klingt, entfacht eine uralte Rivalität zwischen zwei Männern, die das Älterwerden tapfer ignoriert, aber ihre Eitelkeiten gepflegt haben. Als Lisbeth auftaucht, um Eigenbedarf an Pauls Wohnung anzumelden, müssen die beiden Narren entscheiden, ob sie weiter schmollen – oder ihr spätes Glück neu verhandeln wollen. Vielleicht sogar zu dritt.
ausführliche Beschreibung
Der pensionierte Literaturprofessor Paul lebt zurückgezogen zwischen Bücherstapeln, unbezahlten Rechnungen und den Figuren aus Tschechows Dramen. Als plötzlich sein ehemaliger bester Freund Gustav vor der Tür steht, ist es mit der Ruhe vorbei. Vor zehn Jahren hat Gustav ihm die Frau ausgespannt, jetzt wurde er selbst von ihr verlassen und möchte mit Paul auf dem Jakobsweg pilgern. Doch bevor die beiden Streithähne ihre Vergangenheit aufarbeiten können, taucht Lisbeth auf – die Exfrau von beiden. Und sie hat ganz eigene Pläne: Sie will zurück in ihre Wohnung, in der Paul noch immer lebt.

Was folgt, ist ein turbulenter Schlagabtausch zwischen drei Menschen, die sich bestens kennen und doch immer wieder überraschen. Alte Verletzungen brechen auf, Eifersucht und Eitelkeiten sorgen für reichlich Zündstoff, und zwischen bissigen Wortgefechten, absurden Situationen und unerwarteten Annäherungen stellt sich die Frage, ob es für Liebe, Freundschaft und einen Neuanfang jemals zu spät ist.
Eine ebenso scharfzüngige wie warmherzige Komödie über verpasste Chancen und den Mut noch einmal alles auf den Kopf zu stellen.
1D 2H
Komödie
Frei zur: UA