Ein falscher Zarewitsch erobert den russischen Thron.
Russland zu Beginn des 17. Jahrhunderts: Zar Boris Godunow sieht seine Herrschaft durch einen jungen Mann bedroht, der sich als der totgeglaubte Zarewitsch Dimitri ausgibt. Der charismatische Dimitri zieht mit polnischer Unterstützung gegen Moskau und gewinnt die Menschen mit der Vision einer gerechteren, glücklicheren Welt für sich. Selbst Boris’ sorgfältig vorbereitete Falle scheitert, weil ein einfacher Trompeter von Dimitris Idealismus ergriffen wird und das entscheidende Signal verweigert. Kurz darauf stirbt Boris, und der Weg zum Thron scheint frei. Doch Dimitri erfährt von seinem früheren Beschützer Simonow die Wahrheit: Er ist in Wirklichkeit Grischa, ein gewöhnlicher Junge, dem Simonow nach dem Tod des echten Zarewitsch dessen Namen und Identität gegeben hat. Im Affekt tötet Dimitri den Mann, der ihn geschaffen hat.
Trotz dieser Erkenntnis lässt Dimitri sich zum Zaren krönen. Er will Russland erneuern, alte Traditionen überwinden und träumt sogar von einem geeinten christlichen Europa. Doch mit seinen Reformideen, seiner Nähe zu Polen und seiner Heirat mit Marina entfremdet er sich zunehmend von den Bojaren und vom Volk. Eine Verschwörung formiert sich. Heimlich hört Dimitri selbst mit an, wie über ihn Gericht gehalten wird: Ein Zar, so heißt es, gehöre nicht sich selbst, sondern seinem Volk – er sei dessen „Gott im Kreml“. Dimitri nimmt das Todesurteil schließlich bewusst an und weigert sich zu fliehen. Als die Verschwörer in den Kreml eindringen, wird er erschossen. Erst vor dem Toten erkennt Maria Nagaja, die Mutter des wirklichen Zarewitsch, seine Größe und erklärt: Jetzt sei er ihr Zar.