Friedrich Schreyvogl

Autor

(* 1899 in Wien | † 1976 in Wien)

Friedrich Schreyvogl studierte Staatswissenschaften an der Universität Wien und promovierte 1922. Ab 1927 lehrte er Literatur und Dramaturgie an der Akademie für Musik und darstellende Kunst, ab 1931 auch am Max-Reinhardt-Seminar. Von 1935 bis 1938 war er Konsulent der Österreichischen Staatstheater.

Schreyvogl schrieb Lyrik, Romane, Essays, Drehbücher und zahlreiche Theaterstücke, häufig mit historischen oder religiösen Stoffen. Während der NS-Zeit wurden seine Stücke sehr häufig gespielt; zugleich war Schreyvogl bereits vor 1938 in nationalsozialistisch orientierten Schriftstellerkreisen aktiv und an der nationalsozialistischen Unterwanderung des österreichischen Kulturbetriebs beteiligt.

Nach 1945 konnte er seine Theaterkarriere fortsetzen. 1953/54 war er Chefdramaturg am Theater in der Josefstadt, anschließend Vizedirektor und später Chefdramaturg des Wiener Burgtheaters. 1970 erhielt er den Preis der Stadt Wien für Literatur.