Blaubart

Komödie in 4 Akten

Ernst Brauner

Eine schwarze Komödie über Liebe, Selbstinszenierung und die Frage, was von einem Menschen übrig bleibt, wenn alle Masken fallen.
Der Schauspieler Jago Hauser steht unter einem ungeheuerlichen Verdacht: Fünf junge Frauen, mit denen er leidenschaftliche Beziehungen gehabt haben soll, sind spurlos verschwunden. Immer wieder tauchen Kleider und andere Indizien auf, doch keine Leiche. Kommissär Bucher ist überzeugt, einen modernen Blaubart vor sich zu haben. Hauser selbst genießt seinen zweifelhaften Ruf und verwischt mit seinen Schauspielerkünsten beständig die Grenze zwischen Wahrheit und Inszenierung. Als mit Gisela eine sechste junge Frau auf ein geheimnisvolles Inserat antwortet, scheint sich das bekannte Spiel zu wiederholen.

Doch Gisela durchschaut Hausers Inszenierung. Sie lässt ihr eigenes Verschwinden vortäuschen und kehrt zurück, weil sie hinter dem vermeintlichen Frauenmörder einen gescheiterten Schauspieler erkennt, der sich durch den Blaubart-Mythos jene Bedeutung verschafft, die ihm die Bühne versagt. Zwischen beiden entwickelt sich eine ebenso leidenschaftliche wie groteske Liebesbeziehung. Schließlich erscheinen sogar die fünf angeblich ermordeten Frauen höchst lebendig und entlarven Hausers sorgfältig gepflegten Mythos endgültig. Aus Jago Hauser wird wieder Jakob Häuselmeyer – ein Mann, der so viele Rollen gespielt hat, dass er selbst nicht mehr weiß, wer er eigentlich ist.
8D 5H
2 Dek.
Komödie, Krimi, Schauspiel