Ernst Brauner

Autor

(* 1928 in Wien | † 2019 in Wien)

Ernst Brauner wuchs in Wien-Währing in einer säkularen Familie auf. Sein Vater war jüdischer Herkunft, weshalb Brauner nach den nationalsozialistischen Rassegesetzen als „Mischling“ verfolgt wurde und mit 14 Jahren das Gymnasium verlassen musste. Nach Kriegsende maturierte er und studierte Philosophie, Germanistik und Theaterwissenschaft an der Universität Wien, wo er 1950 mit einer Arbeit über die Ästhetik des Films promovierte.

Beruflich war Brauner jahrzehntelang in der Medien- und Verlagsbranche tätig. Er arbeitete für die österreichische Ausgabe des „Stern“ und war schließlich Geschäftsführer der Wiener Gesellschaft des Verlagshauses Gruner + Jahr. Insgesamt war er rund vier Jahrzehnte für das Unternehmen beziehungsweise dessen Vorgänger tätig.

Parallel dazu entstand ein umfangreiches literarisches Werk aus Romanen, Lyrik, Fernsehspielen und Theaterstücken. Zu seinen dramatischen Arbeiten gehören „Das Kreuz“, „Der Kardinal“, „Blaubart“, „Oratorium für Wölfe“ und „Wir, Kaiser von Haiti“.