Geliebter Schatten

(Ombre chère)
Komödie in drei Akten

Jacques Deval

Für tot erklärt, kehrt Irene heimlich zurück – und versucht als Gespenst, ihren untreuen Ehemann zurückzuerobern.
Nach neun Ehejahren hat sich der erfolgreiche Schriftsteller Patrice Voise in seine junge Sekretärin Alix verliebt und seiner Frau Irene die Scheidung angekündigt. Irene reist daraufhin nach Ägypten. Durch eine Verwechslung wird sie dort für tot erklärt: Eine Bekannte übernimmt Irenes Platz auf einem Nildampfer und kommt bei einem Unglück ums Leben. Als Irene davon erfährt, kehrt sie heimlich nach Frankreich zurück – entschlossen, ihren Mann zurückzugewinnen. Tante Olga hat die entscheidende Idee: Da Patrice abergläubisch ist und Irene für tot hält, soll sie ihm als Geist erscheinen. Versteckt in einem Geheimgang des Hauses, wird Irene zu seinem „geliebten Schatten“.

Das Spiel zeigt Wirkung. Patrice wird von Schuldgefühlen und Erinnerungen überwältigt und entdeckt seine Liebe zu Irene neu, während seine Beziehung zu Alix ins Wanken gerät. Doch Alix durchschaut schließlich den Schwindel. Die beiden Frauen vereinbaren einen letzten Wettstreit: Bis zum Sonnenaufgang darf Irene noch einmal als Geist um Patrice kämpfen. Sie erklärt ihm, endgültig ins Jenseits zurückkehren zu müssen – und Patrice ist schließlich bereit, ihr dorthin zu folgen und Alix aufzugeben. Damit ist für Alix klar, wem seine Liebe wirklich gehört. Irene hat ihren Mann als vermeintlich Tote zurückerobert.
3D 3H
1 Dek.
Komödie, Schauspiel
UA: 18.12.1951, Théâtre Édouard VII, Paris; Regie: Jacques Deval
DEA: 1952, Thalia-Theater Hamburg; Regie: Willy Maertens
ÖEA: Spielzeit 1953/54, Theater in der Josefstadt; Regie: Franz Pfaudler
Übersetzung aus dem Französischen:
Friedrich Schreyvogl